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In einer sehr deutlichen 2001-Hommage (und inzwischen darf man in diesem Fall nicht mehr von Hommage sprechen, die 2001-Kopie ist in der schieren Masse schon ein eigenes Subgenre geworden) wandert David allein durch das namensgebende Schiff, das auf fernem Planeten nach dem Ursprung des Lebens (und damit, obwohl weitgehend unlogisch, auch einer Art Ewigem Jungbrunnen) sucht.

Einfach gesagt: So wie Alien den Geist des Kinos der Siebziger widerspiegelt (und die ganze Serie immer zeitsymptomatisch funktioniert), findet sich auch in diesem Teil die Filmästhetik der Jetztzeit manifest wieder.Der Höhepunkt des Films ein Beispiel an Zurückhaltung, das den Horror aus der Stille und der Langsamkeit zieht, wenn sich Ripley an Bord der Fluchtkapsel quälend langsam und leise atmend in den Raumanzug zu quetschen versucht – meisterhaft.Bei aller Billigkeit, die fällt einem auch dreißig Jahre später kinderleicht. Ein enorm teurer Film, geschrieben von einem der durch »Lost« sicher bekanntesten Drehbuchautoren, die man für Geld kaufen kann, Regie in der Hand eines zum Altmeister gereiften Mannes, nicht des Newcomers. Nicht nur seitens der Filmverleiher und Produzenten, die sich eine Wiederbelebung der – völlig zu Recht – scheintoten Alien-Franchise erhoffen (die Fox und Walter Hill mühsam selbst in den Suizid getrieben hat), sondern auch des Regisseurs, der hier gleich die ganz ganz großen Fragen angeht und Grundsätzlich wird.Alien versetzt den Body Horror von David Cronenberg aus «Rabid» und «The Brood» ins Weltall und wird mehr durch glückliche Fügung zu einem der wegweisendsten psychologischen Filme seines Jahrzehnts.Wie fast alle Filme der Alien-Serie ja sozusagen fast unfreiwillig zu Zeitsymptomen wurden, greift Ridley Scott vielleicht unbewusst nicht nur den Feminismus der 70er und die Reste der Angst vor Strahlenkrankheit, Genmutation und Krebs auf, sondern schafft mit H. Gigers übersexualisierten Entwürfen einen Film, der mit Freudscher Symbolik förmlich überfrachtet ist.Sein David ist der (un)heimliche Star des Films und kann sich selbst gegen ein Drehbuch durchsetzen, dass die Motivation dieser Figur bestenfalls sumpfig erkennbar macht.

Die anderen Protagonisten bleiben neben dem blassen Roboter noch ein wenig blasser, allen vorweg die Charlize Theron, deren androgyne Kühle vielleicht der Frage dient, ob sie oder ob sie nun nicht selbst ein Androide sein soll, aber nur zu gut in die seltsame Nonchalance an Bord passt.

Mit «Alien» ging eine Epoche von SF zu Ende, das der kleinen, trashigen aber liebevollen Filme und ein anderes Zeitalter, passenderweise von «Aliens» mit-eingeläutet, begann, das der mit großem Budget als Effekt-Schauwerk realisierten Actionstreifen.

Ein Zeitalter, in das ironischerweise auch Prometheus fällt – und das, obwohl es heute längst wieder Filme gibt, die da weitermachen wo Alien einst aufgehört hat… von 2003, der ja nach wie vor durch die Kinos wandert).

Denn das Original ist nicht nur ein Film mit diesem aus heutiger Sicht fast hypnotisch langsamen Schnitttakt der Siebziger, langen Kamerafahrten über aus heutiger Sicht unverschämt billigen Modellbau, sondern vor allem auch ein Film, der sich kaum mehr von seinem selbsternanntem »Prequel« unterscheiden könnte.

Der ursprüngliche »Alien« ist ganz offenbar und ohne Scham ein B-Movie im Sinne von Corman, Arnold oder Carpenter, eine billige, schnelle Nummer, mit kleinste Budget und viel Mut zur Lücke gedreht.

Wenn man einen Film fünfmal gesehen hat und an einigen Stellen immer noch erschrickt, dann hat die Regie sicher etwas richtig gemacht.